Antalya wurde nach antiker Überlieferung 158 v. Chr. von König Attalos II. von Pergamon gegründet. Nach ihm erhielt sie den Namen Attaleia. Als bedeutendster Hafen der weiteren Umgebung war sie im 1. Jahrhundert nach Christus, vermutlich um das Jahr 48 n. Chr. Reisestation des biblischen Apostels Paulus (Apostelgeschichte 14,25 f.). Im Mittelalter war sie in westlichen Quellen oft als Satalia bekannt, in griechischen Quellen jedoch weiterhin als Attaleia.
Mittelalter

In byzantinischer Zeit war Antalya ein wichtiges christliches Zentrum und ein bedeutender byzantinischer Flottenstützpunkt. Nach dem Zusammenbruch der byzantinischen Macht nach dem 4. Kreuzzug wurden die Templer von den Lateinern mit der Stadt belehnt, was sowohl der päpstliche Legat als auch Papst Innozenz III. bestätigten. Die Stadt wurde von Aldobrandino beherrscht. Er war griechisch-italienischer Abstammung und wird in den Quellen meist als Freibeuter bezeichnet, da es ihm nicht gelang, eine eigene Dynastie zu begründen. Als Süleyman II., der Sultan von Rum die Stadt belagerte, wandte sich Aldobrandino um Unterstützung nach Zypern. Walter von Montbéliard, Sohn von Amé von Montfaucon, der 1199 mit dem 4. Kreuzzug in den Osten gekommen und Regent für den minderjährigen König Hugo I. war, kam ihm mit einer größeren Streitmacht zu Hilfe und konnte die Belagerung aufheben. Das Geld dafür hatte er, wie sich später herausstellte, ohne weitere Nachfrage dem Thron-Schatz seines Mündels entnommen. Walter scheint sich allerdings sehr schnell bei der griechischen Bevölkerung der Stadt unbeliebt gemacht zu haben, da sie sich gegen ihn erhob und die Seldschuken zur Hilfe rief. Vermutlich hatte Walter versucht, sich an Stelle Aldobrandinos selber zum Herrscher aufzuwerfen, wie er es auch später in Rhodos versuchen sollte, und dabei, als Neuankömmling aus Frankreich, wenig Feingefühl an den Tag legte. Der Sultan von Rum Kai Chosrau I. zog 1207 in Antalya ein. Nach seiner Thronbesteigung 1210 handelte Hugo I. dann ein Handelsabkommen mit Kai Chosrau I. aus, das die Sicherheit seldschukischer und zypriotischer Händler an der Südküste Anatoliens sicherstellte.