Die Wurzeln der Stadt Ludwigshafen reichen bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. 1823 wurde die damalige „Rheinschanze“ Stapelplatz und mit dem
Recht ausgestattet, Waren zu laden und zu lagern. 20 Jahre später, 1843, erwarb der bayerische Staat die mittlerweile zum Freihafen erhobene „Rheinschanze“, ein kleiner, ehemals befestigter Brückenkopf am Rhein. Unter dem neuen Namen „Ludwigshafen“ gewährte die Rheinschanze dann Raum für anfänglich drei Handelshäuser.

Im Jahre 1847 wurde der 1824 durch Hochwasser entstandene Kolk, ein „Wasserloch“, zum "Winterhafen“ ausgebaut.
Ein Gerücht ging damals um, dass die Mannheimer den Deich auf Ludwigshafener Seite beim Hochwasser angestochen hatten um eine Entlastung des eigenen Dammes zu erreichen.

Das Rheinufer war zur Zeit des Winterhafens ein beliebtes Fotomotiv, da sich direkt davor auch das Ludwigsdenkmal zur Erinnerung an den Stadtgründer König Ludwig I von Bayern befand.

Es handelte sich damals um den einzigen Winterhafen (ein Hafen in den sich die Schiffe bei Eisgang auf dem Rhein zurückziehen konnten) auf linksrheinischem Gebiet.

Dieser wurde schließlich 1954 bis 1956 verfüllt. Es ging damals ein Aufruf sogar bis Mannheim, zur Anlieferung von Bauschutt obwohl in der kriegszerstörten Stadt noch genug Trümmer vorhanden waren.